Smart City Initialposition

Durch die Errichtung der European Innovation Partnership for Smart Cities & Communities (EIP SCC) stehen die österreichischen Akteure vor der Herausforderung, die in den Technologieprogrammen der letzten Jahre erarbeiteten Stärken in einem europäischen Rahmen zu vertreten. Damit Österreich unter anderem auch als möglicher Standort eines der in der Kommissionsmitteilung „Intelligente Städte und Gemeinschaften – Eine europäische Innovationspartnerschaft“ genannten ‘Leuchtturmprojekte’ etabliert werden kann, sollen mit dem aktuellen Projekt die wichtigsten Herausforderungen von Smart City Projekten erfolgreich adressiert werden.

Um eine gemeinsame Sichtweise der genannten Stakeholder zu erreichen, wurden basierend auf einem Gesprächsleitfaden Einzelgespräche mit einer Reihe relevanter Akteure geführt. Die unterschiedlichen Aussagen zu den einzelnen Themen wurden zu einer Positionsauswertung (Positionspapier) verdichtet.

Durchführungszeitraum: September 2013 bis Mai 2014

Projektpartner: BMVIT - Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Ziele

Anhand der Interviews sollen Schlüsselpositionen identifiziert werden, die als Basis für darauf folgende Initiativen der Stakeholder verwendet werden können. Dabei geht es sowohl um einen Ausbau der bereits bestehenden Stärken österreichischer Smart City-Projektteilnehmer, als auch um ein zielgerichtetes, erfolgsorientiertes Vermindern von Schwächen, insbesondere von Informationsdefiziten.

Ergebnisse

Die Ergebnisse wurden als Input zu einem österreichischen Positionspapier zum Thema Smart Cities aufbereitet. Im Folgenden werden die Positionen zusammengefasst:

  1. Zur Ermöglichung zahlreicher erfolgreicher Smart City Projekte sollten sich Entscheidungsträger im Bereich der öffentlichen Verwaltung der hohen Komplexität aber auch des hohen volkswirtschaftlichen Nutzens solcher Projekte bewusst sein und demgemäß als „Enabler“ fungieren.
  2. Die Aneignung von umfassendem Beschaffungs-Know-how bei öffentlichen Auftraggebern sollte gefördert, forciert und auch finanziell unterstützt werden.
  3. Für Smart City-Projekte typischerweise relevante Gesetzeswerke im Planungs- und Genehmigungsbereich sollten durchforstet und Vereinfachungsmöglichkeiten geprüft werden.
  4. Gesetzliche Verankerung und Prüfung von veranschlagten Lebenszykluskosten und -erträgen durch den Fördergeber. Abkehr von Benchmarks der kurzfristigen Erfolgsrechnung als Investitionskriterien.

Des Weiteren wurde bei der Auswertung der Positionen klar, dass neben einigen geforderten Verbesserungen auch besonderes Interesse an stärkerer Interaktion zwischen potentiellen Projektteilnehmern (etwa in Form einer Konsulentenplattform) und ein teilweise massives Interesse an tiefgehender, praxisrelevanter Informationsvermittlung besteht.

Dieser Bericht ermöglicht eine österreichische Positionsbestimmung in Bezug auf Smart City Projekte und zeigt die vorhandenen Herausforderungen auf.